|
|
![]() |
»Südbayerisches Theaterfestival: Märchen – Mythen – Moderne«Das »Südbayerische Theaterfestival« basiert auf Regeln und Stil des »Theatersommers«. Die Philosophie dieses nunmehr seit siebzehn Jahren bestehenden Festivals, welches Cordula Trantow gemeinsam mit Rudolf Noelte 1988 initiiert hat, ist folgende:
Hans Christian Andersen: »Andersens Welt«»Des Kaisers neue Kleider, das häßliche junge Entlein, die Schneekönigin«Bühnenfassung und Inszenierung: Cordula Trantow Fantastische Komödie mit Musik von Edvard Grieg und Robert Schumann mit Michael Schanze, Judith Pfistner, Fred Alexander, Leonie Kienzle....
Das Jahr 2005 würdigt den großen dänischen Dichter Hans Christian Andersen. Am 2. April hätte er seinen 200. Geburtstag gefeiert. Nach den Gebrüdern Grimm zählt Hans Christian Andersen (1805–1875) weltweit zu den bekanntesten Märchenschriftstellern. Im Gegensatz zu den Gebrüdern Grimm, deren Kinder- und Hausmärchen sich auf zahlreiche mündliche und schriftliche Quellen stützen und in denen durch intertextuelle und motivgeschichtliche Verknüpfungen erstmals die gesamte europäische und auch orientalische Überlieferungstradition zusammengefaßt wurde, gelang dem dänischen Schriftsteller etwas vollkommen Neues. Andersen verknüpfte alltägliche Ereignisse aus seiner Gegenwart mit historischen Elementen und schuf auf diese Weise kunstvolle Märchenkompositionen. Mit einer ebenso kunstvollen Märchenkomposition würdigt auch das »Südbayerische Theaterfestival« den Jubilar und schenkt ihm mit der Bühnenfassung von »Andersens Welt« eine bislang nicht dagewesene Neuinterpretation drei seiner Märchen:
Ein Kind träumt. Staunend findet es sich in Andersens Geschichten wieder. Was ist der Charme dieser wunderbaren und in ihrer Botschaft so aktuellen Märchen? Das Wissen um unsere Schwächen, der Appell an die Reinheit und Klarheit des Herzens, gestaltet mit dem für diesen Dichter so besonderen Humor. Einen besonderen Akzent verleiht der Inszenierung die live am Flügel von Bettina Liebscher gespielte Musik von Schumann, Grieg, Schubert und weiteren Komponisten des 19. Jahrhunderts. »Des Kaisers neue Kleider«: Eine Satire über Eitelkeit und über die Ängste von Erwachsenen, sich zu blamieren, wenn sie sich - entgegen der eigenen Wahrnehmung - gegen den “Trend“ stellen. Einzig das unverdorbene Kind kennt keinen Opportunismus, sagt, was es sieht, sagt die Wahrheit. »Das häßliche junge Entlein«: Die zu Herzen gehende Geschichte des kleinen Schwan im Entenhof. Seine Odyssee durch die Welt des “Mobbings“, die Erfahrung des Ausgestoßenseins, des “nicht Dazugehörens“ bis zum glücklichen Ende. »Die Schneekönigin«: Die poetische Parabel über die Kraft der Liebe und des reinen Herzens. Gerda macht sich auf die Suche nach ihrem Kay, der von der “Schneekönigin“, der Repräsentantin einer Welt der Kälte, “der Welt des Verstandes“ in das ewige Eis entführt worden ist. Die Klarheit der Gefühle eines Kindes sind für Andersen die erstrebenswerte Eigenschaft, die Erlösung aus menschlicher Kälte und Intellektualität verspricht. Um den epischen Charakter des so feinen und humorvollen Dichters auch auf der Bühne zu erhalten, gibt es die Figur des “Vaters“ (Michael Schanze) der seiner Tochter die Märchen vorliest und den Theaterabend begleitet. Derzeit ist für die Märchentrilogie keine öffentliche Aufführung geplant. Doch wenn Sie das Stück für eine persönliche Aufführung buchen möchten, schicken Sie uns bitte eine E-Mail: info@kunstundkultur.org. Ihr KunstundKultur.org-Team – Abt. Theater
|
![]() |


