Galerie: Gioia Piccola
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Bildergalerie: »Gioia Piccola«

 


Ein Hund, ein Hund! Ein Königreich für einen Schäferhund!

Eine wundervolle kleine Schäferhündin tritt in unser Leben. Nachdem unsere geliebte »Gioia Grande« letztes Jahr verstorben war, spürten wir immer stärker die Sehnsucht, wieder einen Schäferhund bei uns zu haben. Auch Giulio erschien uns manchmal einsam. Fast hatte es den Anschein als wünschte er sich wieder eine kleine Gefährtin an seiner Seite. Im August verfestigte sich unser Wunsch nach einem neuen Hund. Manchmal ertappte ich mich schon dabei, wie ich die Schäferhunde, die uns auf unseren Spaziergängen durch den Englischen Garten begegneten, näher als nötig betrachtete, ihre Besitzer nach der Herkunft ihrer Hunde befragte.

An einem dieser Tage zählte ich auf unserem Spaziergang bereits zwei Schäferhunde und insgeheim dachte ich mir: »Wenn jetzt noch ein dritter Schäferhund unseren Weg kreuzen würde, dann soll es wohl so sein.« Es dauerte keine halbe Stunde und ich sah einen Mann mit gleich drei Schäferhunden, die frei neben ihm hertrotteten. Mein Herz jauchzte und ich wollte diesem fremden Mann meine Gedanken unbedingt mitteilen. Ich spornte Giulio an, doch bitte etwas schneller zu kommen, damit wir ihn ansprechen können. Doch Giulio schnupperte und schnupperte an allen Ecken. Seine Zeitung zu lesen war ihm wichtiger als meine verrückten Gedanken. Nun gut. was soll`s auch? Planen die von der Verwaltung des Englischen Gartens doch eh einen Leinenzwang. Was wollen wir da ausgerechnet einen jungen Schäferhund? So gingen wir weiter unseren gewohnten Weg.

Doch auf dem Rückweg, kurz vor dem Ausgang des Englischen Gartens, kam mir der fremde Mann mit den drei Schäferhunden direkt entgegen. Es waren drei wunderschöne schwarz-graue Hunde: Oma, Tante und ein Junghund - drei Generationen aus einer Zucht. Es stellte sich heraus, daß seine Frau die Hundeschule CORDOVA, die nur ein paar Wiesen weiter liegt, leitet. Doch ich hatte ihn, den sympathischen Italiener Massimo, nie zuvor gesehen. Aufmerksam und geduldig lauschte er meinen Worten. Und versprach schließlich, mir bei der Suche nach einem geeigneten Schäferhund zu helfen. Damit war der Stein ins Rollen gebracht! Ein paar Tage später meldete sich bei mir der Oliver Schafflhuber, seines Zeichens Figurant des Schäferhundevereins in Mühldorf am Inn. Fast täglich telefonierte ich daraufhin mit der freundlichen bayerischen Stimme des Hundetrainers.

Doch so einfach erwies sich die Suche nicht. Und ich wollte doch dem Horst eine kleine Geburtstagswölfin schenken. Fast zwei Monate später erhielt ich endlich den Anruf von Oliver Schafflhuber, daß der Herr Hawelka aus Österreich am Abend bei ihm in Mühldorf am Hundeplatz erscheinen werde - und die ersehnte Hündin auch bei sich haben werde. Zwar hatte ich mir zuvor im Internet ein Bild von ihrem Papa angesehen. Doch mehr wußte ich nicht. Voller Spannung sauste ich gemeinsam mit Giulio los. Witzigerweise hatte ich Tags zuvor auf Regine`s Damenwies`n eine sehr nette Begegnung mit der Gattin eines Tierarztes aus Mühldorf, die auch einen Schäferhund hatte.

Am Schäferhundeplatz in Mühldorf angekommen, erwartete mich sehr freundlich der Herr Schafflhuber. Vom Herrn Hawelka keine Spur. Der habe sich verfahren, so jedenfalls tröstete mich der Herr Schafflhuber. Oder hatte der Herr Hawelka es sich anders überlegt und wollte die vielversprechende Hündin doch lieber behalten? Gemeinsam gingen der Oliver und ich derweil mit unseren Hunden spazieren und warteten auf das Hundebaby. Heute war der erste Tag, an dem es abgegeben werden durfte. Morgen war der Geburtstag von Horst. Doch wie sollte ich erkennen, ob es auch ein Hund sein wird, wie wir ihn haben wollen? Wie sollte ich das alleine entscheiden?

Doch ich hatte ja den Giulio! Und das Schäferwelplein. Aber kaum hatten die soeben angekommenen Züchter das Hundebaby aus dem Auto gelassen und auf den Boden gestellt, da raste ein großer ausgewachsener Schäferhund, der sich soeben losgerissen hatte, blitzschnell auf sie zu. Uns allen blieb das Herz stehn. Ich schmiß meine Tasche und das Handy auf den Boden, um den Kraftlackel notfalls mit beiden Händen von ihr zu reißen zu können. Doch das kleine Welplein jaulte ihn angsteinflößend (oder war es mitleiderregend?) an, sodaß er sich sogleich aus dem Staube machte. Ganz schön tapfer, die Kleine! Wie meine Entscheidung ausgegangen ist, könnt Ihr euch sicher denken!?! Und welch eine Freude es war, als Giulio und ich spätnachts mit dem Hund im Arm nach Hause kamen!

 

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