|
|
 |
Art & Culture
Die Galerie Art & Culture wirft einen Blick auf die vielfältigen kulturellen Entwicklungen von der griechischen Antike zur italienischen Renaissance über die Goethezeit bis hin zur Digital Culture unserer heutigen Zeit.
Einen höchst interessanten Einblick in die Universitätskulturen bietet die Präsentation »Campus Novels - Universitätsromane: Die Universität als literarisches Motiv« des Hauptseminars am Institut für Komparatistik der LMU München unter der Leitung von Prof. Dr. Erika Greber.  Campus Novels - Universitätsromane: Die Universität als literarisches Motiv
| | 
Romane über das Universitätsmilieu finden sich neuerdings nicht nur in ihren angestammten anglo-amerikanischen Kontexten, sondern auch in deutschen Variationen – eine interessante Gelegenheit zum Vergleich der Universitätskulturen und der unterschiedlichen Traditionen literarischer Komik. Die Gattung gilt als Forum der Autoritäten- und Institutionenkritik und Vehikel der Auseinandersetzung um Bildungspolitik in satirischer Form, oft mit selbstironischen Akzenten. Auffällig ist die häufige Kreuzung mit dem Genre des Kriminalromans und des Schlüsselromans. Problematisch erscheint der genretypische Einsatz von Klischees und von stock figures, besonders im Hinblick auf gender (männlicher Gelehrter und weibliche Studentin, auch umgekehrt; homosexuelle Subkulturen o.ä.). Grundsätzlich wäre nach der literarischen Brechung lebensweltlicher Stereotypen bzw. nach der Bedienung identifikatorischer Lektüreeinstellungen zu fragen. Da das Genre nicht auf die soziokulturellen Problemstellungen reduziert werden sollte, gilt ein besonderes Augenmerk dem intertextuellen Spiel mit den Methoden der modernen Literaturwissenschaft. Hierbei könnten auch Texte berücksichtigt werden, die nicht zum Gattungszentrum der Campus Novel gehören, aber durch ihre literaturtheoretischen Spielereien für eine Kritik der akademischen Szene sorgen. |
|
 |