Victor Hugo: Die Elenden
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Victor Hugo: Die Elenden

Rezension von Patrick Peters

Die Elenden, im Original Les Misérables, kann wohl ohne Übertreibung als einer der bedeutenden Romane französischer Sprache gelten. Der große Victor Hugo, von literarischem Rang und Einfluss durchaus mit Goethe vergleichbar, vollendete den 600 Seiten starken Text 60-jährig im Exil, in welchem er sich aufgrund bürgerlich-liberalen Gesinnung seit 1851 für fast 20 Jahre befand.
 


Les Misérables erzählt die dramatisch-rührende Geschichte von Jean Valjean, der mit Mitte 20 wegen eines gestohlenen Brotes – um seine Familie zu ernähren – zu fünf Jahren Galeere verurteilt wird. Aus diesen fünf Jahren werden aufgrund zahlreicher Fluchtversuche letzten Endes 19. Nach seiner Freilassung kommt er für eine Nacht bei einem gütigen Bischof unter und bestiehlt diesen, um mit der Beute neu anzufangen. Er wird erwischt, aber der Bischof deckt seinen Diebstahl und gibt ihm noch einige wertvolle Stücke zur Beute dazu. Dermaßen ausgestattet, kauft Valjean in einer Kleinstadt eine Glasfabrik und erhebt diese zu Blüte. An seinem Reichtum partizipieren alle, denn vor allem die im wahrsten Wortsinne Elenden bedenkt er mit viel Geld in mannigfacher Hinsicht. So lernt er auch die Frau Fantine kennen, die ihr Kind aus blanker Not an ein widerwärtiges und verbrecherisches Wirtsehepaar gegeben hat und von diesen nun betrogen und ausgenommen wird. Fantine erkrankt schwer, und Valjean verspricht ihr, das Kind für sie zu holen.
 


Doch ein Schatten bricht in die Welt des von allen geschätzten Wohltäters, der es zu unermesslichem Reichtum und dem Bürgermeisteramt gebracht hat, ein. Der Polizeiinspektor Javert erkennt in ihm den ehemaligen Sträfling, und durch eine List gelingt es ihm, Valjean wieder in Galeerenhaft zu bringen.

 

Patrick Peters ------  Der Autor Patrick Peters lebt und arbeitet als Journalist, Publizist und Wissenschaftler in Mönchengladbach und promoviert über den Männlichkeitsdiskurs der Göttinger Hainbündler am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaften an der Universität Wuppertal, wo er als Lehrbeauftragter unterrichtet. Patrick Peters, der auch Pressesprecher und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Goethezeitportals ist, führt das Textbüro Patrick Peters (www.peters-textbuero.com) und ist unter pp@peters-textbuero.com erreichbar.

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