Schriftstellerwissenschaftler
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Campus Novels - Universitätsromane: Die Universität als literarisches Motiv

Julia Plajer: Schriftstellerwissenschaftler Lodge - Bradbury- Schwanitz

Dorothea Dieckmann: Kitsch oder Kunst? - Wenn Literatur zum Geschwätz verkommt. Plädoyer für die Wiedereinführung des Begriffs Trivialliteratur
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Inhalt

1. Trivialliteratur

2. Lodge

3. Bradbury

4. Schwanitz

5. Schriftstellerwissenschaftler Trivialität/Banalität

 

Ergebnisprotokoll der Sitzung vom 13. November 2003

Fragestellungen:

1.   Sind eigene Aussagen des Autors zu seinem Werk zu berücksichtigen?

Es wurde festgestellt, dass der Eigenaussage des Autors kein zu großer Stellenwert beigemessen werden sollte. Die Frage, ob Schwanitz in seinem Roman Der Campus  bereits einen Bildungsanspruch wie in „Bildung – alles, was man wissen muss“ verfolge, sei nicht angemessen. Schwanitz wollte seine Leser damals nicht bilden, sondern die Bildungsdebatte auf ein anderes Niveau bringen.

 

2.   „Der Campus“ – Trivialliteratur?

Strittig war, ob Der Campus als Trivialliteratur zu bezeichnen sei. Die Frage kam auf, ob dieser Roman nicht als kulturhistorisches Dokument zu sehen sei, da zeitgenössische kulturelle Themen und Probleme behandelt würden, wie Machtspiele, Konkurrenzkampf, Geschlechterrollen usw. Festgestellt wurde, dass ein fiktionaler Text keinen Dokumentcharakter hat. Das Dokument könne zwar als kulturhistorisches Zeichen gesehen werden, dies treffe aber auch auf jeden anderen Text zu, da er immer in einem historischen Kontext stehe.

An dieser Stelle wurde angemerkt, nicht was, sondern wie es dargestellt werde, sei ausschlaggebend, denn Schwanitz arbeite mit Klischees und Stereotypen und verwende Schemata der Trivialliteratur. Er setze diese Schreibstrategie im Bewusstsein der Inszenierung ein. Auch das rezeptionsästhetische Argument sei wichtig, da er bedürfnisorientiert schreibe. Diese Art von Literatur sei konsumierbar und diene der Zerstreuung. Der klischeehafte Schreibstil sei nicht ganz kunstlos, denn er folge bestimmten Prinzipien.

Céline Genschke und Annette Gschwilm

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