Metafiktionale Aspekte
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Campus Novels - Universitätsromane: Die Universität als literarisches Motiv

Annette Gschwilm und Marlene Zöhrer:
Campus Novels und Metafiktion
 

 

Inhalt

1. David Lodge: Changing Places

2. Gilbert Adair: The Death of the Author

 

Metafiktionale Aspekte
Ergebnisprotokoll der Sitzung vom 12. Februar 2004

The Death of the Author - Der Tod des Autors: Wiederkehrende Metaphern erzeugen das Bild einer ’Spirale’ und verstärken somit die thematisierte literaturwissenschaftliche Theorie der ’Teufelsspirale’ in Der Tod des Autors. Weiterhin werden der Entstehungsprozess und die Künstlichkeit des Romans selbst thematisiert. Dem Leser wird der Entstehungsprozess des Romans vorgeführt und an einigen Stellen des Romans wird er vom Erzähler auch direkt angesprochen. Die Glaubwürdigkeit des Textes wird vom Text selbst untergraben. Andere literaturwissenschaftliche Theorien werden auf den eigenen Text übertragen. Es handelt sich um eine Selbstreflexion und wirkt wie ein Kommentar. Die Gemachtheit bzw. Fiktionalität des Textes wird über Zitate aus anderen literarischen Werken herausgestellt. Es wird mittels der Ironie mit der Gemachtheit des Textes performativ gespielt, indem die Fiktionalität des Textes vorgeführt und gleichzeitig hergestellt wird. Die Frage, die sich der Leser bei der Lektüre des Romans stellt ist: Wer schreibt da eigentlich? Es ist zumindest unglaubwürdig, dass jemand nach seinem Tod schreibt. Hier wird die Aporie selbst performiert.

In Changing Places sind metafiktionale Phänomene eng mit der Erzählstruktur verwoben. Ein wichtiger Aspekt ist die Vermischung unterschiedlicher Textsorten, da diese die Konstruiertheit des Textes betont und die Illusion bricht. Manche der metafiktionalen Elemente in Changing Places dienen der Selbstironisierung. In Changing Places kommen sowohl traditionelle als auch moderne Erzähltechniken zum Einsatz, die gleichzeitig zum Gegenstand literaturwissenschaftlicher Diskussion gemacht werden.

Marlene Zöhrer

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