Richard Wallace
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Die Wallace Collection

Richard Wallace: Der Vierte Marquess von HertfordDie „Wallace Collection“ wurde im 18. und 19. Jahrhundert von der Familie Seymour-Conway, Marquess von Hertford, zusammengetragen. Am stärksten ist die Sammlung durch den Vierten Marquess geprägt. Seine Erwerbungen machen den Großteil der heutigen Bestände aus. Er verbrachte den Großteil seines Lebens in Paris und war einer der reichsten Männer seiner Zeit. Er wird als  melancholisch und misanthropisch, aber auch als geistreich beschrieben. Sein einziges Vergnügen scheint die Kunst gewesen zu sein. Obwohl er den Kunstmarkt gut kannte ließ er sich meistens durch Agenten vertreten.

 

Untergebracht ist sie in Hertford House, einer traditionellen Residenz der Familie, zuletzt bewohnt von Sir Wallace (1818-90), dem unehelichen Sohn Richard Seymour-Conways, Vierter Marquess (1800-70).

Die Wallace Collection ist für die Werke des Rokoko berühmt, die der Vierte Marquess erwarb. „I confess, I do not much like the portrait of an old man, however fine it may be; it is not pleasing”, schrieb dieser. So überwiegen Bilder mit gefälligen Sujets. Seinem Geschmack für schöne Dinge und feine Handwerkskunst entsprechend sammelte er auch Kunsthandwerk des französischen 18. Jahrhunderts. Mit einem Teil seines Kunstbesitzes stattete er seine Pariser Wohnung aus, vieles lagerte er jedoch in London ein. 

Die Eingangshalle

 

Der Vierte Marquess war einer der ersten, die sich wieder für die Kunst des ancien régime interessierten und sie gegenüber dem Klassizismus rehabilitierten. Doch scheinen ihm die Werke primär Symbole eines vornehmen Lebensstils gewesen zu sein, nicht vernachlässigte Meisterwerke. Seine Sympathie für das ancien régime ist offensichtlich: Er kaufte besonders gerne Stücke, die sich vor der Revolution im Besitz des französischen Adels oder der europäischen Königshäuser befunden hatten. 

 

 

Der „Kleine Salon“ in Hertford House (Austellungsraum)

 

Auch sein Lebensstil ähnelte dem des „alten Adels“ in seiner Zurückgezogenheit und Opulenz. So verherrlichte er auf seine Art das „goldene Zeitalter“ vor der Französischen Revolution.
 

 

 

 

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Literaturhinweise

     
  • Hughes, Peter: Die Wallace Collection London. München, C.H. Beck 1990
  •  
  • Ders.: The Founders of the Wallace Collection, London 1981 
  •  
  • Ingamells, John: The Wallace Collection – Catalogue of Pictures I-IV, 1985-92 

 

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Autor:
Carolin Davis: Die Wallace Collection.
Erstellt am 02.06.2001. Letzte Aktualisierung: 01.11.2005

 

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