Herbert P. Horne
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Die Fondazione Horne in Florenz

La Fondazione HorneDie Sammlung Horne wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Via dei Benci 6 in Florenz von dem englischen Architekten und Kunsthistoriker namens Herbert P. Horne gegründet und ist bis heute vollständig erhalten. Herbert P. Horne wurde 1864 in bescheidenen Verhältnissen in London geboren, wo er sich bereits in seinen Jugendjahren  als Architekt, Redakteur und Künstler im Rahmen der Century Guild, der ersten englischen Arts and Crafts – Bewegung, formierte.   

Aufgrund des großen Interesses in England für die florentinische Renaissancekunst im ausgehenden 19. Jahrhundert bekam Horne von einem Londoner Verleger den Auftrag in Florenz eine Biographie über Botticelli zu schreiben. Aus diesem anfangs kleinen Projekt entwickelte sich allerdings Hornes Lebensaufgabe: Er ließ sich ganz in Florenz nieder, um dort in den Archiven über die Kunst und Kultur der Frührenaissance zu recherchieren. 

 

 

 

Il museo della Fondazione Horne, Primo PianoDurch seine intensiven kunsthistorischen Studien wurde Horne zum Kunstexperten. Horne versuchte sich nun auch nach außen hin den idealen Voraussetzungen der Renaissance, die für ihn nicht nur als ästhetisches, sondern auch als ethisches Modell fungierte, zu schaffen. Dafür kaufte er sich in der Via dei Benci einen Renaissancepalast und begann diesen mit originalen Möbeln und Gebrauchsgegenständen aus dem Tre-, Quattro- und Cinquecento einzurichten und eine eigene Sammlung von Renaissancekunst aufzubauen. 

Die finanzielle Voraussetzungen dafür schuf Horne sich durch die Tätigkeit als renommierter Händler und Agent auf dem florierenden italienischen Kunst- und Antiquitätenmarkt. Den Kern der Sammlung Horne bilden vor allem Gemälde Alter Italienischer Meister, italienische und englische Graphiken sowie eine preziöse Bibliothek mit Inkunabeln und Handschriften.  

Horne verstarb bereits im Jahre 1916. In seinem Testament vermachte er alle seine Besitztümer und seinen Palazzo dem italienischen Staat – allerdings unter der Prämisse, dass dieser daraus eine Stiftung einrichte. Nach mehreren Restaurierungen ist heute die Fondazione Horne öffentlich als Museum zugänglich. Ferner enthält sie ein umfangreiches Archiv mit sämtlichen Tagebüchern und Niederschriften Hornes.   

 

 

Literaturhinweise: 

     
  • L. Marozzi, Le carte archivistiche della Fondazione Herbert P. Horne, Florenz 1988 
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  • L. Marozzi, Appunti su Herbert Horne, collezionista e studioso inglese a Firenze tra la fine dell’ottocento e gli inizi del novecento. In: M. Bossi und L. Tonini (Hrsg.), L’idea di Firenze, Florenz 1989, S. 211-222 
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  • F. Rossi, Il museo Horne a Firenze, Florenz 1966

Abbildungen aus: E. Nardinocchi, Itinerari nella casa fiorentina del Rinascimento, Florenz 1994. 

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Autor:
Maria Tafelmeier: Die Fondazione Horne in Florenz.
Erstellt am 01.04.2001. Letzte Aktualisierung: 01.11.2005

 

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