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Die Frick-Collection in New York
Frick agierte nahezu unabhängig von Beratern und Händlern. Die meisten Kunstwerke der Sammlung wurden jedoch von den Händlern Knoedler und Duveen vermittelt. Nach dem Tod J. P. Morgans, der zu Lebzeiten der Hauptkonkurrent um die besten Werke auf dem Kunstmarkt war, gelang es Frick, seine Sammlung mit dessen erstklassigen Renaissance-Kleinbronzen zu vervollständigen. Ebenso aus Morgans Besitztum stammten die berühmten Fragonard- und Boucherzyklen, die zwei stilechte „period rooms“ ausstatten. Der Entschluß Fricks, seine Sammlung nach seinem Ableben als Museum der Öffentlichkeit zu übergeben, manifestierte sich schon im Alter von 30 Jahren, als er bei einer Europa-Reise die Londoner Wallace-Collection besuchte. Auch in der Konzeption ähnelt die Frick-Collection dem britischen Vorbild. Frick war kein enzyklopädischer Sammler und wählte nach Kriterien der harmonischen Wechselwirkung der Kunstwerke untereinander aus. Einzig ästhetische Aspekte wurden bei der Auswahl, zu der er oftmals monatelange Bedenkzeit beanspruchte, berücksichtigt. Der Reiz und Charme seiner Sammlung liegt in der Anordnung, die großen Spielraum ermöglichte. Kunstwerke wurden von Frick niemals en bloc erworben, die resultierende hohe Qualität der Exponate ist Hauptmerkmal der Sammlung. Frick, der in seiner Person den feinsinnigen Philanthropen, als auch den harten Industrialisten vereinte, fand in der Beschäftigung mit den Schönen Künsten Ausgleich und Kompensation. Den Gewissenskonflikt, das kriegsgeschwächte Europa mit harten Dollars seiner großen Schätze zu erleichtern, löste er mit dem Verweis auf sein späteres Vermächtnis der Sammlung an die Öffentlichkeit. Obwohl 1934 zum Museumsbau erweitert, hat sich in der Frick-Collection bis heute der intime Charakter des einstigen Privathauses bewahrt.
Ausgewählte Literatur:
Weitere Informationen: http://www.frick.org --------------------------------------------------------------------------------
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Henry Clay Frick (1849-1919), der sein Vermögen in den Kohleminen seiner Heimatstadt Pittsburgh verdiente, häufte die erlesensten Werke der alten europäischen Meister in einem Maßstab an, der dem Anspruch eines amerikanischen Medici gerecht wird. Um seine expandierende Sammlung vor den Abgasen seiner eigenen Stahlwerke in Pittsburgh zu schützen, ließ er 1905 an der New Yorker Fifth Avenue einen Beaux-Arts-Palast errichten, der aufschlussreichen Einblick in die Kunstbesessenheit der reichen Amerikaner um die Jahrhundertwende gewährt. Die Sammlung vereint Höhepunkte der abendländischen Kunst aus der Hand Holbeins, Giovanni Bellinis, Tizians, Rembrandts und Vermeers, um nur wenige zu nennen.