Von Patras nach Olympia
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Galerie Inselfrühling 2008 - III

Von Patras nach Olympia

Die nächtliche Magie der lebensfrohen Hafenstadt Patras wich am nächsten Morgen dem berauschenden Anblick der strahlend blauen, sich gleichsam umarmenden Einheit von Himmel und Meer. Geblendet von der klaren blauen Kulisse spazieren wir durch das sterilsaubere Hafenbecken und finden schließlich inmitten schon verwachsener Zuggleise den geeigneten Platz für Giulios Morgengeschäft, als just in dem entscheidenen Moment plötzlich und völlig unerwartet doch ein Zug die Gleise entlang direkt auf uns zugefahren kommt. Doch erwies sich nach dem ersten Schreck die Geschwindigkeit dieses schnaufenden Vehiekels als derart trottelig langsam, daß selbst Zeit blieb, die Geschäfte ruhig zu beenden.

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Pyrgos

Voller Erwartung brechen wir am frühen Vormittag dieses Sonntags auf zu unserer Fahrt in die von unseren Augsburger Freunden Barbara und Peter so hochgelobte Mani. Die Fahrt verläuft an der herrlichen Küstenstraße entlang. Das Auge schweift bewundernd über unendlich scheinende Olivenbaumhaine, mit Früchten beladenen Zitronenbäumen und prachtvoll in allen Farbnuancen blühenden Blumenwiesen. Kurios dagegen erscheint der Blick ins Hinterland auf schneebedeckte Berge.

Gegen Mittag kommen wir nach Pyrgos. Die Liturgie war soeben zu Ende gegangen und in den Cafes rund um den auffallend sauberen Dorfplatz saßen die Einheimischen mit ihren Kindern, die fröhlich herumsausten und spielten. Da konnte der Giulio nicht widerstehen, mitten auf einer der kleinen Rasenflächen sein Geschäft zu verrichten, sehr beargwöhnt von den zahlreichen ihn dabei beobachtenden Einheimischen. Aber man merkte sofort die anerkennenden Blicke, als Danica sich sofort niederkniete und Giulios Hinterlassenschaften geschickt in ein kleines Tütchen beseitigte. Wahrscheinlich meinten die Griechen: "Typisch Deutsch!" und fingen nach der ersten Stille freundlich zu Lachen an.

Wir setzen uns in eines dieser schicken Cafes und huldigen mit ihnen bei einem Cafe Elleniko Metrio die alte Tradition des Kafenions. Jung und Alt sitzen hier friedlich fröhlich beisammen, diskutieren, politisieren oder spielen Backgammon. Wie auch schon im Patras bemerkt, müssen die Griechen sehr gute Innendesigner für ihre Kafenions haben, von denen sich die unsrigen noch einiges abschauen könnten.


Mit den schönen Eindrücken eines Sonntagmittags in einer sauberen griechischen Kleinstadt geht es weiter zu unserem heutigen Tagesziel: Olympia. Leider wird der Anblick der Landschaft nun immer mehr von den Zerstörungen der letztjährigen Waldbrände getrübt. Kahle abgebrannte Landstriche erinnern an die Horrorszenarien, die wir auch im deutschen Fernsehen gesehen haben. Umso erfreulicher erscheinen uns bei diesem Anblick wiederum die bunten Blumenwiesen.

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