Pyrgos
Voller Erwartung brechen wir am frühen Vormittag dieses Sonntags auf zu unserer Fahrt in die von unseren Augsburger Freunden Barbara und Peter so hochgelobte Mani. Die Fahrt verläuft an der herrlichen Küstenstraße entlang. Das Auge schweift bewundernd über unendlich scheinende Olivenbaumhaine, mit Früchten beladenen Zitronenbäumen und prachtvoll in allen Farbnuancen blühenden Blumenwiesen. Kurios dagegen erscheint der Blick ins Hinterland auf schneebedeckte Berge.
Gegen Mittag kommen wir nach Pyrgos. Die Liturgie war soeben zu Ende gegangen und in den Cafes rund um den auffallend sauberen Dorfplatz saßen die Einheimischen mit ihren Kindern, die fröhlich herumsausten und spielten. Da konnte der Giulio nicht widerstehen, mitten auf einer der kleinen Rasenflächen sein Geschäft zu verrichten, sehr beargwöhnt von den zahlreichen ihn dabei beobachtenden Einheimischen. Aber man merkte sofort die anerkennenden Blicke, als Danica sich sofort niederkniete und Giulios Hinterlassenschaften geschickt in ein kleines Tütchen beseitigte. Wahrscheinlich meinten die Griechen: "Typisch Deutsch!" und fingen nach der ersten Stille freundlich zu Lachen an.
Wir setzen uns in eines dieser schicken Cafes und huldigen mit ihnen bei einem Cafe Elleniko Metrio die alte Tradition des Kafenions. Jung und Alt sitzen hier friedlich fröhlich beisammen, diskutieren, politisieren oder spielen Backgammon. Wie auch schon im Patras bemerkt, müssen die Griechen sehr gute Innendesigner für ihre Kafenions haben, von denen sich die unsrigen noch einiges abschauen könnten.